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Kinderherzen wollen schlagen


Herzlich willkommen!

Rund 6.000 Kinder werden jedes Jahr in Deutschland mit einem Herzfehler geboren. Angeborene Herzfehler – das heißt Fehlbildungen des Herzens oder der großen Gefäße – sind sehr verschieden. Das Spektrum reicht von einfachen Fehlern, die das Herz-Kreislauf-System wenig beeinträchtigen, bis zu sehr schweren Herzerkrankungen, die unbehandelt zum Tode führen. 

 Durch die Fortschritte der Kinderkardiologie, Herzchirurgie und Anästhesie erreichen heute über 90 Prozent der Patienten das Erwachsenenalter. In den meisten Fällen sind die Patienten jedoch lebenslang chronisch krank. Nach Operationen stellen sich häufig Folgeerkrankungen ein, die zu Einschränkungen der Lebensqualität, Leistungs- und Arbeitsfähigkeit führen und sogar lebensbedrohlich sein können. Die Anzahl der betroffenen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, derzeit sind es circa 300.000 in Deutschland, nimmt ständig zu, da eine Heilung im eigentlichen Sinne nicht möglich ist.

Herzkranke Kinder

Ein neugeborenes Baby im Arm zu halten, ist für alle Eltern ein besonderes Glücksgefühl.

Doch bei vielen Familien ist dieser glückliche Moment getrübt. Ihr Kind ist mit einer Herzfehlbildung zur Welt gekommen. Statt ihr Kind stolz den Geschwistern und Großeltern vorstellen zu können, muss das Baby sofort intensivmedizinisch versorgt werden. Schmerzhafte Untersuchungen, lebensrettende Operationen sind oft zwingend erforderlich. Das Leben gerät von einer Sekunde zur anderen aus den Fugen, für viele Familie bricht eine Welt zusammen.

Vor ihnen liegen angstvolle Wochen voll quälender Fragen:

 

  • Warum gerade unser Kind?
  • Wird unser Kind vielleicht sterben?
  • Was kommt auf uns zu?
  • Wird unser Kind ein normales Leben führen können?

 

Neben der medzinischen Versorgung brauchen diese Familien die Hilfe und Unterstützung Gleichbetroffener.

Eltern helfen Eltern: zuhören, verstehen, begleiten, trösten, aber auch praktische Hilfen im Umgang mit der Krankheit und im Umgang mit Kliniken und Ärzten, Krankenkassen, Ämtern und Behörden, Kindergarten und Schule.

Noch vor nicht all zu langer Zeit wurden nur etwa 15 % der Kinder, die mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt kamen, überhaupt erwachsen. Dank des rasanten medizinischen Fortschritts in den letzten 20 Jahren erreichen heute gut 90 % dieser Kinder das 18. Lebensjahr. In Deutschland leben derzeit schätzungsweise ca. 200.000 - 300.000 „Herzkinder“, die inzwischen erwachsen sind. Tendenz steigend.
Ein Teil dieser jungen Erwachsenen unterscheiden sich in keinster Weise von ihren Altersgenossen; sie sind gut operiert bzw. korrigiert und der angeborene Herzfehler schränkt sie nicht wesentlich ein, sie leben, lernen, lieben, studieren und arbeiten wie jeder andere auch.

Fairerweise muss jedoch gesagt werden, dass die wenigsten Herzfehler wirklich anatomisch korrigiert werden können, so dass das Erreichen des Erwachsenenalters keineswegs ein Garant für ein gesundheitlich uneingeschränktes Leben ist. Vielmehr ist es so, dass die meisten Patienten mit angeborenen Herzfehlern lebenslang in ärztlicher Kontrolle – und insbesondere die mit einem komplexen Herzfehler – auch in ärztlicher Behandlung bleiben. Einschränkungen körperlicher Natur, Krankenhausaufenthalte und ständige Gedanken um die eigene Gesundheit sowie auch die Sorgen von Familie und Freunden kennen die meisten ihr Leben lang. 

Zur Planung einer möglicherweise notwendigen Operation sind oft weitere Maßnahmen, zum Beispiel eine Herzkatheteruntersuchung notwendig. In vielen Fällen kann im Rahmen dieser Untersuchung bereits eine endgültige Behandlung erfolgen oder es wird eine operative Behandlung vorbereitet.

Neben der Diagnostik führen wir im Besonderen folgende Therapieverfahren durch:

  • Ballondilatation von verengten Herzklappen und Blutgefäßen
  • Implantation von Gefäßstützen, sogenannte „Stents“, in verengte Blutgefäße
  • Verschluss von Defekten in der Vorhof- oder Kammerscheidewand mittels Schirmchen
  • Verschluss von Kurzschlussverbindungen zwischen Lungen- und Körperkreislauf oder von krankhaften Blutgefäßen mittels Spiralfedern
  • kombinierte operativ-katheterinterventionelle Behandlung (Hybrideingriffe) im Operationssaal
  • Katheterbehandlung von Herzrhythmusstörungen

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